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Architekt Christoph Haberland (1750–1803)

Christoph Haberland führte das Stadtbild Rigas aus dem Mittelalter in das Zeitalter der Aufklärung und gilt heute als Meister des Klassizismus in Lettland. Seine Werke beweisen seine Sicht auf die Architektur als ein Gesamtkunstwerk, das bildschöpferische Konzeptionen verfolgt. Seine Handschrift bringen insbesondere zwei Sakralwerke zum Ausdruck. Ihrer Zeit voraus ist die rund gestaltete evangelische Kirche von Katlakalns bei Riga, die 1794 fertiggestellt wurde. Dem Pantheon in Rom nachempfunden hält sich dieser Kirchenbau an die geometrische Klarheit des Klassizismus. Die lichtdurchflutete Kirche von Alūksne (1781–1788) ist ein weiteres eindrucksvolles Beispiel seines Schaffens. Seine legendäre barock-klassizistische Marmorkanzel der St. Petrikirche, die 1793 nach seinen Plänen in Italien erbaut wurde, ist leider im Zweiten Weltkrieg zerstört worden.